Deutsch
Eltern-Infoportal
Kinder stärken. Schule verstehen. Hilfe finden.
Eine verständliche Informationsseite für Eltern und Erziehungsberechtigte: mit alltagstauglichen Tipps, Gesprächshilfen, Checklisten, Materialideen und wichtigen Hinweisen zu Schule, Lernen, Erziehung, digitaler Welt und Unterstützung in Krisen.
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
herzlich willkommen im Eltern-Infoportal unserer Schule. Diese Seite soll Ihnen helfen, wichtige Themen rund um Schule, Lernen, Erziehung, digitale Medien und das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen.
Viele Fragen entstehen nicht im Elternabend, sondern mitten im Alltag: vor einer Klassenarbeit, nach einem Streit im Klassenchat, bei schlechten Noten, bei Sorgen um Motivation, Schlaf, Handyzeiten oder Zukunftspläne. Genau dafür soll dieses Portal eine erste Orientierung geben.
Sie finden hier keine aktuellen Termine, Vertretungspläne oder Informationen zum konkreten Schulalltag. Dafür nutzen Sie bitte weiterhin Schulhomepage, WebUntis und persönliche Informationen der Schule. Bei persönlichen Anliegen wenden Sie sich bitte an die Klassenleitung, die Schulsozialarbeit oder die Schulleitung.
Wie nutze ich dieses Portal?
Thema auswählen
Wählen Sie die Karte, die am besten zu Ihrer Frage passt: Lernen, Medien, Schulstress, Mobbing, Beratung oder Zukunft.
Erste Schritte lesen
Nutzen Sie die kurzen Hinweise als Orientierung. Sie ersetzen keine Beratung, helfen aber beim Sortieren der Situation.
Kontakt aufnehmen
Wenn die Sorge bleibt: Melden Sie sich bei Schule, Schulsozialarbeit, Beratung oder in akuten Fällen bei Notdiensten.
Mein Kind hat Schulstress
Schulstress zeigt sich nicht nur durch schlechte Noten. Manche Kinder werden still, gereizt, vermeiden Hausaufgaben, schlafen schlechter oder sagen häufig: „Ich kann das sowieso nicht.“
- ruhig zuhören und nicht sofort bewerten
- gemeinsam eine kleine, machbare Aufgabe festlegen
- bei häufigem Stress die Klassenleitung kontaktieren
Handy, Apps und Klassenchat
Digitale Medien sind Teil des Alltags. Entscheidend sind klare Regeln, Gespräche und die Haltung: Eltern müssen nicht jede App perfekt beherrschen, aber sie sollten interessiert bleiben.
- Handy nachts außerhalb des Kinderzimmers laden
- Klassenchat-Regeln besprechen
- bei beleidigenden Nachrichten Screenshots sichern
Mobbing oder Cybermobbing
Wenn ein Kind wiederholt beleidigt, bedroht, ausgelacht oder ausgeschlossen wird, braucht es Schutz. Wichtig ist: nicht allein handeln, nicht zurückbeleidigen, Beweise sichern.
- Kind ernst nehmen
- Vorfälle mit Datum notieren
- Klassenleitung oder Schulsozialarbeit informieren
Lernen zu Hause
Eltern müssen keine Ersatzlehrer sein. Viel wichtiger sind Struktur, Interesse, Ermutigung und ein verlässlicher Rahmen.
- feste Lernzeit vereinbaren
- Schultasche am Vorabend packen
- kleine Lernportionen statt stundenlangem Druck
Ich brauche Beratung
Manchmal reicht ein Gespräch, um wieder Klarheit zu bekommen. Beratung ist kein Zeichen von Scheitern, sondern ein Zeichen von Verantwortung.
- Klassenleitung
- Schulsozialarbeit
- Beratungslehrkraft / Schulleitung
- Schulpsychologischer Dienst
1. Lernen zu Hause unterstützen
Viele Kinder brauchen zu Hause vor allem Struktur, Ruhe und Ermutigung. Eltern müssen nicht jede Aufgabe erklären. Oft ist es hilfreicher, Interesse zu zeigen, den Rahmen zu sichern und das Kind Schritt für Schritt selbstständiger werden zu lassen.
- fester Arbeitsplatz ohne Handy-Ablenkung
- kurze Lernblöcke: 20–25 Minuten, dann kurze Pause
- Hausaufgabenplan sichtbar aufhängen
- nicht nur Ergebnisse loben, sondern Anstrengung
2. Schulstress und Überforderung
Schule kann Kinder und Jugendliche belasten. Stress entsteht besonders dann, wenn Kinder das Gefühl haben, nicht mehr hinterherzukommen oder niemanden enttäuschen zu dürfen. Wichtig ist, früh hinzuschauen.
- ruhig bleiben, auch wenn Noten enttäuschen
- gemeinsam Ursachen sortieren: Stoff, Organisation, Angst, Konflikte?
- kleine Lernziele statt großer Vorwürfe
- bei anhaltender Belastung Kontakt zur Schule aufnehmen
3. Handy, Social Media und digitale Medien
Digitale Medien bieten Chancen, können aber auch Druck erzeugen. Jugendliche vergleichen sich, reagieren auf Nachrichten sofort und sind durch Gruppen ständig erreichbar. Gute Medienerziehung bedeutet nicht totale Kontrolle, sondern klare Regeln und regelmäßige Gespräche.
- gemeinsame Handyzeiten vereinbaren
- keine Geräte am Bett über Nacht
- Privatsphäre respektieren, aber bei Gefahr eingreifen
- über Bilder, Datenschutz und Respekt sprechen
4. Klassenchat und Cybermobbing
Klassenchats sind oft praktisch, aber sie können schnell kippen. Nachrichten werden nachts verschickt, Missverständnisse eskalieren, Bilder werden weitergeleitet. Eltern sollten Klassenchats nicht ignorieren, sondern klare Grenzen setzen.
- keine Beleidigungen, keine Bloßstellungen, keine fremden Bilder
- bei Streit nicht nachts diskutieren
- Screenshots sichern, wenn Grenzen überschritten werden
- Schule informieren, wenn der Konflikt die Klasse betrifft
5. Gute Kommunikation mit der Schule
Gute Zusammenarbeit hilft dem Kind. Eltern und Schule sehen manchmal unterschiedliche Seiten. Wichtig ist, früh und sachlich Kontakt aufzunehmen – nicht erst, wenn sich Ärger lange aufgestaut hat.
- Name und Klasse des Kindes nennen
- Anliegen kurz und konkret beschreiben
- bei größeren Themen Gespräch vereinbaren
- gemeinsam nach Lösungen suchen
6. Pubertät und Konflikte
In der Pubertät verändern sich Jugendliche stark. Stimmungsschwankungen, Rückzug und Diskussionen gehören oft dazu. Jugendliche brauchen Freiheit – aber auch klare Grenzen und verlässliche Erwachsene.
- wenige, klare Regeln statt täglicher Machtkämpfe
- Konsequenzen vorher besprechen
- nicht jeden Streit sofort eskalieren lassen
- positive Momente bewusst wahrnehmen
7. Streit, Mobbing und Klassengemeinschaft
Streit ist nicht automatisch Mobbing. Streit kann einmalig und gegenseitig sein. Mobbing bedeutet: Ein Kind wird wiederholt und gezielt verletzt, ausgegrenzt oder gedemütigt. Dann braucht es Schutz und klare Schritte.
- Kind ernst nehmen und nicht verharmlosen
- Vorfälle mit Datum, Ort und beteiligten Personen notieren
- nicht eigenmächtig andere Kinder bedrohen oder beschimpfen
- Klassenleitung und Schulsozialarbeit einbeziehen
8. Berufsorientierung, Ausbildung und Zukunft
Viele Jugendliche wissen noch nicht genau, was sie später machen möchten. Das ist normal. Eltern können helfen, Stärken zu entdecken, Praktika ernst zu nehmen und rechtzeitig nach Ausbildungswegen zu suchen.
- über Interessen, Stärken und praktische Erfahrungen sprechen
- Praktika ernst nehmen und auswerten
- Bewerbungsfristen im Blick behalten
- Ausbildung, weiterführende Schule und Umwege wertschätzen
9. Mehrsprachigkeit und Deutschlernen
Viele Kinder wachsen mit mehreren Sprachen auf. Das ist eine Stärke. Gleichzeitig brauchen sie viel Gelegenheit, Fachsprache und Bildungssprache zu üben. Eltern können helfen, auch wenn sie selbst nicht perfekt Deutsch sprechen.
- täglich über Schule sprechen – in jeder Familiensprache
- neue Wörter erklären lassen
- kurze Texte lesen oder vorlesen lassen
- Familiensprache wertschätzen und Deutsch im Alltag stärken
10. Gesundheit, Schlaf und Konzentration
Lernen gelingt besser, wenn Kinder ausgeschlafen, gesund und konzentriert sind. Schlaf, Bewegung, Frühstück, Wasser und Mediennutzung haben großen Einfluss auf Schule.
- Handy nachts nicht am Bett
- regelmäßige Schlafenszeiten
- Wasser und kleines Frühstück ermöglichen
- Schulsachen am Abend vorher packen
11. Respekt und Zusammenleben
Schule ist ein Ort, an dem viele verschiedene Menschen zusammenkommen. Alle Kinder sollen sich sicher und respektiert fühlen. Eltern prägen stark, wie Kinder über andere sprechen.
- abwertende Sprache ernst nehmen
- über Respekt, Grenzen und Mitgefühl sprechen
- Vielfalt als Normalität erklären
- bei Diskriminierung Hilfe holen
12. Hilfe in Krisen
Manchmal brauchen Kinder, Jugendliche oder Familien schnell Hilfe. Warnzeichen können starke Verzweiflung, Selbstverletzung, Gewaltandrohungen, völliger Rückzug oder massive Angst sein. Dann bitte nicht warten.
- bei akuter Gefahr sofort Notruf wählen
- Kind nicht allein lassen, wenn Selbstgefährdung möglich ist
- Beratung nutzen – auch anonym
- Schule informieren, wenn die Krise den Schulalltag betrifft
Der Weg nach der Schule: Ausbildung verstehen, Chancen sehen, Schritt für Schritt handeln
Der Übergang von der Schule in Ausbildung, weiterführende Schule oder Beruf ist für viele Jugendliche und Eltern aufregend. Wichtig ist: Es gibt nicht nur einen einzigen richtigen Weg. Auch Umwege, Praktika, Unterstützungsangebote und spätere Entscheidungen können zu einem guten Abschluss, einem passenden Beruf und einem selbstständigen Leben führen.
Duale Ausbildung
Die duale Ausbildung findet an zwei Lernorten statt: im Betrieb und in der Berufsschule. Jugendliche lernen praktisch im Betrieb und erhalten zusätzlich Unterricht in der Berufsschule.
- Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb
- Ausbildungsvergütung
- Berufsschule als fester Teil der Ausbildung
- gute Chancen auf Übernahme und Weiterbildung
Schulische Ausbildung
Manche Berufe werden vor allem an einer Berufsfachschule oder Fachschule gelernt. Praktika gehören je nach Beruf dazu. Häufig betrifft das soziale, pflegerische, gestalterische oder medizinische Bereiche.
- Bewerbung direkt bei der Schule
- teilweise Praktikumsphasen
- manchmal Schulgeld oder besondere Voraussetzungen
- genaue Bedingungen früh prüfen
Weiterführende Schule
Manche Jugendliche gehen nach Klasse 9 oder 10 weiter zur Schule, um einen höheren Abschluss zu erreichen oder sich beruflich zu orientieren.
- Berufsfachschule
- Höhere Berufsfachschule
- Fachoberschule / berufliches Gymnasium
- Abschluss verbessern und neue Wege öffnen
Unterstützte Wege
Nicht jeder Weg klappt sofort. Es gibt Beratung, Berufseinstiegsbegleitung, Übergangsangebote und Hilfe bei Bewerbungen. Wichtig ist, früh zu fragen und dranzubleiben.
- Berufsberatung der Agentur für Arbeit
- Schulsozialarbeit und Klassenleitung
- Praktika, Einstiegsqualifizierung, Übergangsangebote
- Hilfe beim Lebenslauf und Anschreiben
Was Eltern wissen sollten
1. Nicht zu früh Druck machen
Viele Jugendliche brauchen Zeit, um Interessen und Stärken zu entdecken. Druck hilft selten. Besser sind ruhige Gespräche, praktische Erfahrungen und konkrete nächste Schritte.
2. Praktika ernst nehmen
Ein Praktikum ist nicht nur „Schule außerhalb der Schule“. Es zeigt, ob ein Beruf wirklich passt. Nach dem Praktikum sollte man gemeinsam fragen: Was war gut? Was war schwer? Was habe ich gelernt?
3. Bewerbungsfristen im Blick behalten
Viele Betriebe suchen früh. Manche Bewerbungen laufen schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn. Trotzdem gibt es auch später noch Chancen, wenn Jugendliche flexibel bleiben.
4. Alternativen offen halten
Ein Wunschberuf ist gut. Noch besser sind zwei oder drei passende Alternativen. Wer nur einen einzigen Beruf zulässt, macht sich die Suche oft unnötig schwer.
Ausbildungsplatz suchen: ein einfacher 7-Schritte-Plan
Stärken sammeln
Was kann ich gut? Was mache ich gerne? Was sagen Lehrkräfte, Eltern, Freunde oder Praktikumsbetriebe über mich?
Berufe kennenlernen
Berufe vergleichen, Videos anschauen, Berufsfelder entdecken und nicht nur die bekanntesten Berufe betrachten.
Praktikum nutzen
Praktika gezielt auswählen, pünktlich und höflich auftreten, Fragen stellen und am Ende um Feedback bitten.
Ausbildungsstellen suchen
Jobbörse der Agentur für Arbeit, meinBERUF, regionale Betriebe, Handwerksbetriebe, Geschäfte, Kliniken, Verwaltungen und persönliche Kontakte nutzen.
Bewerbung vorbereiten
Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen und ein seriöses E-Mail-Konto bereitlegen.
Vorstellungsgespräch üben
Typische Fragen üben: Warum dieser Beruf? Warum dieser Betrieb? Was sind deine Stärken? Was hast du im Praktikum gelernt?
Dranbleiben
Absagen gehören dazu. Wichtig ist: Bewerbungen verbessern, Beratung nutzen, Alternativen prüfen und weiter aktiv bleiben.
Bewerbungsunterlagen: Was gehört dazu?
📄 Lebenslauf
Persönliche Daten, Schulbildung, Praktika, Kenntnisse, Interessen und besondere Erfahrungen. Er sollte übersichtlich, ehrlich und aktuell sein.
✉️ Anschreiben
Warum bewerbe ich mich für diesen Beruf und diesen Betrieb? Was bringe ich mit? Was habe ich vielleicht schon im Praktikum gelernt?
📎 Anlagen
Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen, Zertifikate, besondere Nachweise. Alles sollte ordentlich benannt und vollständig sein.
📧 E-Mail-Bewerbung
Seriöse E-Mail-Adresse, klare Betreffzeile, freundlicher kurzer Text, PDF-Anhang und keine lustigen Spitznamen in der Adresse.
Eltern-Checkliste: So kann ich mein Kind unterstützen
Interessen, Stärken und Sorgen ruhig besprechen.
Praktikum, Bewerbungsfristen, Beratungstermine und Abgaben notieren.
Zeugnisse, Praktikumsnachweise und Zertifikate an einem Ort aufbewahren.
Auf Vollständigkeit, Höflichkeit, Rechtschreibung und klare Struktur achten.
Kurze Sätze trainieren: „Guten Tag, ich interessiere mich für eine Ausbildung als …“
Absagen nicht als Scheitern sehen, sondern als Teil des Suchprozesses.
Hilfreiche offizielle Links
📱 Medienvertrag für zu Hause
- Das Handy schläft nicht im Kinderzimmer.
- Keine Fotos oder Videos anderer Personen ohne Zustimmung.
- Keine Beleidigungen, auch nicht „aus Spaß“.
- Bei komischen Nachrichten wird ein Erwachsener informiert.
- Vor Klassenarbeiten werden Lernzeiten vereinbart.
Tipp: Regeln gemeinsam festlegen und sichtbar aufhängen. Wenige klare Regeln wirken besser als viele unklare Verbote.
📚 Lernroutine in 20 Minuten
- 5 Minuten: Schultasche und Aufgaben sortieren.
- 10 Minuten: eine konkrete Aufgabe bearbeiten.
- 3 Minuten: Ergebnis kontrollieren.
- 2 Minuten: nächsten Schritt notieren.
Für überforderte Kinder ist ein kleiner Start oft wichtiger als ein perfekter Lernplan.
🏠 Familienregeln, die helfen
- Wir sprechen respektvoll, auch im Streit.
- Schlafenszeit und Aufstehzeit sind klar.
- Hausaufgaben werden nicht nachts erledigt.
- Schulmaterial wird am Vorabend vorbereitet.
- Probleme werden nicht verschwiegen, sondern besprochen.
Regeln sollten kurz, verständlich und realistisch sein.
🛡️ Notfallplan bei Cybermobbing
- Nicht zurückschreiben und nicht zurückbeleidigen.
- Screenshots sichern: Chat, Name, Datum, Uhrzeit.
- Kind beruhigen und ernst nehmen.
- Klassenleitung / Schulsozialarbeit informieren.
- Bei Drohungen oder strafbaren Inhalten Polizei einschalten.
Wichtig: Beweise sichern, bevor Inhalte gelöscht werden.
🧭 Zukunftscheck Berufsorientierung
- Welche Tätigkeiten machen meinem Kind Freude?
- Welche Stärken sehen andere?
- Welche Praktikumsstellen passen dazu?
- Welche Bewerbungsfristen stehen an?
- Welche Unterstützung braucht mein Kind konkret?
Nicht jeder Weg ist gerade. Entscheidend sind nächste Schritte, nicht perfekte Pläne.
💚 Konzentrationscheck
- Genug Schlaf?
- Handy nachts weg?
- Frühstück oder Pausenbrot?
- Wasserflasche dabei?
- Bewegung und frische Luft?
Konzentrationsprobleme sind nicht immer „Faulheit“. Oft fehlen Schlaf, Struktur oder Ruhe.
Wenn mein Kind schlechte Noten hat
„Ich bin nicht sauer auf dich. Ich möchte verstehen, woran es gelegen hat und was dir beim nächsten Schritt hilft.“
Wenn mein Kind nichts erzählen will
„Du musst nicht sofort reden. Ich bin da, wenn du bereit bist. Mir ist wichtig, dass du weißt: Du bist nicht allein.“
Wenn es Streit im Klassenchat gibt
„Wir schreiben jetzt nicht im Ärger zurück. Wir sichern erst einmal, was passiert ist, und überlegen dann ruhig den nächsten Schritt.“
Wenn Hausaufgaben eskalieren
„Wir machen jetzt nur den Anfang. Zehn gute Minuten sind besser als eine Stunde Streit.“
Wenn Kontakt zur Schule nötig ist
„Ich möchte nicht beschuldigen, sondern gemeinsam verstehen, was passiert ist und wie wir helfen können.“
Wenn mein Kind Angst hat
„Deine Angst ist echt. Wir schauen gemeinsam, was heute möglich ist. Du musst nicht alles auf einmal schaffen.“
Lernen und Schule
Empfohlene Materialien: Lernplan für eine Woche, Hausaufgaben-Checkliste, Klassenarbeits-Vorbereitung, Gesprächsbogen „Was hilft mir beim Lernen?“
Digitale Medien
Empfohlene Materialien: Medienvertrag, Klassenchat-Regeln, Checkliste Datenschutz, Elterninfo zu Bildschirmzeit, Schlaf und altersgerechter Mediennutzung.
Erziehung und Familie
Empfohlene Materialien: Pubertätskompass, Familienregeln, Gesprächskarten, Konfliktplan für zu Hause.
Beratung und Hilfe
Hier sind nun konkrete regionale Hilfen hinterlegt: Schulpsychologie Koblenz, Kinderschutzdienst Rhein-Lahn, Jugendamt Rhein-Lahn-Kreis und Vitos-Angebote für Kinder und Jugendliche.
Regionale Kontakte öffnen📍 Regionale Hilfen und wichtige Kontakte
Die folgenden Stellen können Eltern, Kinder und Jugendliche unterstützen, wenn schulische, familiäre, psychische oder soziale Belastungen zu groß werden. Bitte wählen Sie je nach Situation die passende Stelle. Bei akuter Gefahr gilt weiterhin: sofort Notruf 112 oder Polizei 110.
Schulpsychologisches Beratungszentrum Koblenz
Unterstützung bei schulischen Belastungen, Lernproblemen, Prüfungsangst, Konflikten, Krisen, Fragen zur emotionalen Entwicklung und Beratung für Eltern, Schüler:innen und Schule.
Adresse: Luisenstr. 1–3, 56068 Koblenz
Telefon: 0671 9701 2550
E-Mail: spbz.koblenz@pl.rlp.de
Ansprechpartnerin: Frau Limper
Kinderschutzdienst Rhein-Lahn
Anlaufstelle bei Sorgen um Kindeswohl, Gewalt, Vernachlässigung, sexueller Gewalt, massiven familiären Belastungen oder wenn Kinder besonderen Schutz brauchen.
Adresse: Gutenbergstraße 8, 56112 Lahnstein
Telefon: 02621 9208-67 und 02621 9208-68
Jugendamt Rhein-Lahn-Kreis
Beratung und Unterstützung für Familien, Hilfe zur Erziehung, Kindeswohl, familiäre Krisen, Unterstützung bei Überforderung und Vermittlung weiterer Hilfen.
Adresse: Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems
Zentrale: 02603 972-0
E-Mail: info@rhein-lahn.rlp.de
Nassau: Jannik Kost
Telefon: 02603 972-244
E-Mail: jannik.kost@rhein-lahn.rlp.de
Bad Ems, Buchstaben A–N: Nele Kanders
Telefon: 02603 972-501
E-Mail: nele.kanders@rhein-lahn.rlp.de
Bad Ems, Buchstaben O–Z: aktuell nicht besetzt
Vitos Kinder- und Jugendtagesklinik für psychische Gesundheit
Teilstationäre Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit psychischen Belastungen, wenn ambulante Hilfen nicht ausreichen, aber keine vollstationäre Aufnahme nötig ist.
Adresse: Auf der Wahnsbach 6a, 56368 Katzenelnbogen
Telefon: 06486 7750810
Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit
Fachklinik für Kinder und Jugendliche mit schweren psychischen Krisen, Erkrankungen oder Situationen, in denen intensivere klinische Hilfe gebraucht wird.
Adresse: Kloster-Eberbach-Straße 4, 65346 Eltville
Telefon: 06123 6020
E-Mail: info@vitos-rheingau.de
Video 1: Lernen zu Hause ohne Streit
In 3–5 Minuten: Warum kleine Lernschritte, klare Zeiten und Lob für Anstrengung oft mehr bringen als Druck.
Video 2: Handy und Klassenchat
In 3–5 Minuten: Was Eltern über Gruppenchats, Screenshots, Bilder und digitale Grenzen wissen sollten.
Video 3: Cybermobbing – ruhig handeln
In 3–5 Minuten: Wie Eltern Beweise sichern, Kinder schützen und die Schule sinnvoll einbeziehen.
Video 4: Schulstress erkennen
In 3–5 Minuten: Warnzeichen, erste Entlastung und Wege zu Unterstützung.
🌍 Viele Familien – viele Sprachen – ein gemeinsames Ziel
Nicht alle Eltern fühlen sich in der deutschen Schulsprache sicher. Das ist in Ordnung. Wichtig ist: Interesse, Struktur und Unterstützung wirken in jeder Sprache. Eltern können ihr Kind auch dann stärken, wenn sie nicht alle Aufgaben selbst erklären können.
über den Schultag sprechen, Wörter erklären lassen, kurze Texte laut lesen, Nachrichten an die Schule gemeinsam formulieren.
Ein Kind, das in der Familiensprache gut erzählen und denken kann, hat eine wichtige Grundlage für weiteres Lernen.
Online-Übersetzer können helfen, aber wichtige schulische Fragen sollten bei Unsicherheit persönlich geklärt werden.
🚨 Hilfe in Krisen und Notfällen
Wenn Sie Angst haben, dass Ihr Kind sich selbst oder anderen etwas antun könnte, warten Sie bitte nicht. Holen Sie sofort Hilfe. Bei akuter Gefahr zählt nicht, ob es „peinlich“ ist oder ob man „übertreibt“. Sicherheit geht vor.
Bitte holen Sie sofort Hilfe, wenn:
- Ihr Kind konkret davon spricht, sich selbst etwas anzutun.
- Ihr Kind anderen Gewalt androht oder Waffen/Gefahrenmittel im Spiel sind.
- Ihr Kind nach einer Krise nicht mehr ansprechbar, panisch oder völlig verzweifelt ist.
- Sie als Eltern nicht mehr wissen, wie Sie die Situation sicher halten können.
Weitere Hilfsangebote in unserer Region:
- Schulpsychologisches Beratungszentrum Koblenz: 0671 9701 2550 · spbz.koblenz@pl.rlp.de
- Kinderschutzdienst Rhein-Lahn: 02621 9208-67 / -68 · kinderschutzdienst-rl@cv-ww-rl.de
- Jugendamt Rhein-Lahn-Kreis: 02603 972-0 · info@rhein-lahn.rlp.de
- Vitos Tagesklinik Katzenelnbogen: 06486 7750810
- Vitos Kinder- und Jugendklinik Eltville: 06123 6020
- [Kontakt Schulsozialarbeit der Schule einfügen]
- [Kontaktweg zur Schule / Sekretariat einfügen]
Wichtig: Hilfe holen ist kein Zeichen von Schwäche. Hilfe holen ist ein Zeichen von Verantwortung.
🤝 Hier kann die Schule eigene Inhalte ergänzen
Schulsozialarbeit
Name, Sprechzeiten, Raum, E-Mail, Telefonnummer, kurze Erklärung: Wann kann man sich melden?
☕ Elterncafé
Das Elterncafé ist ein offener Treffpunkt für Eltern und Sorgeberechtigte. In entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Tee können Fragen rund um Schule und Erziehung besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte zu anderen Eltern geknüpft werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Termine werden über WebUntis bekannt gegeben.
Klassenleitung / Beratung
Hinweis, wie Eltern sinnvoll Kontakt aufnehmen: kurze Nachricht, Gesprächswunsch, Thema, Klasse, Erreichbarkeit.
Regionale Hilfen
Schulpsychologie Koblenz, Kinderschutzdienst Rhein-Lahn, Jugendamt Rhein-Lahn-Kreis sowie Vitos-Angebote in Katzenelnbogen und Eltville sind nun im Portal konkret hinterlegt.
Zu den regionalen KontaktenSchulinterne Materialien
Elternbriefe, Anleitungen zu Schulcampus/WebUntis, Förderverein, AG-Angebote, Sozialteam, Medienscouts.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen